1. Die Gewinner der FSFF-Filmpreise 2016
    (c) Jörg Reuther

  2. Doris Dörrie, eine der Ehrengäste auf dem FSFF 2016
    (c) Johanna Schlüter

  3. Matthias Helwig und Ehrengast Goran Paskaljevic FSFF 2016
    (c) Pavel Broz

  4. Abendstimmung auf der Dampferfahrt mit der MS Starnberg. Save the Date: 01.08.2017
    (c) Jörg Reuther

  5. Florian David Fitz zu Gast auf dem FSFF
    (c) Jörg Reuther

  6. Open-Air-Kino auf dem FSFF in Starnberg

  7. Gordian Maugg, Heino Ferch und Festivalleiter Matthias Helwig FSFF 2016
    (c) Pavel Broz

  8. Sebastian Schipper, Nicolette Krebitz und Matthias Koßmehl auf dem FSFF 2016
    (c) Jörg Reuther

  9. Die legendäre FSFF-Dampferfahrt findet wieder statt am 01.08.2017

4.8.2016

Gewinner Dokumentarfilmpreis und Kurzfilmpreise

Erstmals wurde auf der Filmparty des 10. Fünf Seen Filmfestivals (27.7. bis 7.8.2016) rund um den abendlichen Starnberger See am vergangenen Mittwoch, 3.8. der mit 3.000 Euro dotierte Dokumentarfilmpreis vergeben: Gewinner ist „Der zornige Buddha“ von Stefan Ludwig. „Ama San“ erhielt eine lobende Erwähnung der Jury. Ebenfalls auf dem Schiff bestimmten die Jurymitglieder, Filmschaffenden, Festivalgäste, Journalisten und Besucher die besten Kurzfilme: Sieger des Kurzfilmwettbewerbs Goldenes Glühwürmchen ist „Samira“ von Charlotte A. Rolfes. Gewinner des Short-Plus-Awards, ebenfalls ein Publikumspreis, ist „100 Stunden Lesbos“ von Manuela Federl. Moderatorin Daniela Arnu (Bayern 2) führte wie auch im letzten Jahr durch den Abend.

Dokumentarfilmpreis

Fast alle der acht nominierten Regisseure waren persönlich anwesend, die Spannung in der Luft war zu spüren, als die Jury die Bühne betrat. Eine lobende Erwähnung sprachen die Juroren vorab für AMA-SAN aus. Nach intensiver fünfstündiger Sitzung am Nachmittag fiel ihre Entscheidung für den Hauptpreis dann aber eindeutig aus: DER ZORNIGE BUDDHA von Stefan Ludwig hatte die Jury überzeugt. Beide Filme liefen auf dem FSFF als Deutschlandpremieren.

Die Jurybegründung lautet: „Die Langzeitbeobachtung „Der zornige Buddha“ bringt die Welt der Roma mit der Welt des Buddhismus zusammen und gewährt uns Zuschauern einen Blick in diese Welt. Der Film erzählt die Geschichte der beiden Lehrer Janos und Tibor, die mit großem Mut und Engagement durch ein innovatives Schulprojekt Kindern eine zweite Chance geben, die nie eine erste hatten. Der Film kommt den starken Protagonisten nahe, die allen Diskriminierungen zum Trotz mit ihrem Projekt Roma-Kindern Zugang zu Bildung ermöglichen. Er betont die Wichtigkeit des Kampfes für Chancengleichheit und macht damit Hoffnung.“

Der glückliche Gewinner, Regisseur Stefan Ludwig, konnte das nur bestätigen: Bei der Sichtung der 300 Stunden Filmmaterial habe er eine Entscheidung treffen müssen. Siegt der Zweifel oder die Hoffnung in seinem Film? Er entschied sich dafür, an die Kraft der Bildung zu glauben.

Der Film erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro, das der Regisseur persönlich entgegennahm. Es wird gestiftet von der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg. Der Film startet am 23. September in Österreich, kurz darauf in Ungarn. Ob es einen deutschen Filmstart geben wird ist noch unklar.

Die Jury spricht eine lobende Erwähnung an Claudia Varejao für AMA SAN aus: „Mit großem Einfühlungsvermögen, leisen Bildern und im Rhythmus des Meeres öffnet uns die Filmemacherin eine unbekannte Welt. Sie führt uns in die Gemeinschaft japanischer Frauen, die als tauchende Fischerinnen eine alte Kulturtechnik am Leben erhalten. In den geduldigen Alltagsbeobachtungen und konzentrierten Bildern werden wir als Zuschauer auf diskrete Weise Teil dieser verborgenen Welt.“

Kurzfilmpreis „Goldenes Glühwürmchen“

Nach drei ausverkauften Kurzfilmnächten in Starnberg, Herrsching und Wessling hatte sich das Publikum für drei Favoriten aus 24 Filmen entschieden. Mit den letzten Lichtstrahlen des Tages ging die Leinwand an, um die drei Gewinner aus der ersten Runde noch einmal auf den beiden Leinwänden auf dem Schiff gegeneinander antreten zu lassen. Das Rennen machte schließlich „Samira“ von Charlotte A. Rolfes, der in 17 Minuten eine Flüchtlingsgeschichte aus einer überraschenden Perspektive erzählt.

Der Preis ist eine Statuette Goldenes Glühwürmchen, 500 Euro (gestiftet von „weitwinkel – Forum für Film und Kultur im Fünfseenland e.V.“ und Witha Veronelli) sowie ein Wochenende im Seehotel Leoni am Starnberger See. Das diesjährige Goldene Glühwürmchen hat die Starnberger Künstlerin Erika Schalper entworfen. Etwa 400 Kurzfilme wurden dieses Jahr beim Festival eingereicht.

Short-Plus-Award

Der Short-Plus-Award wurde einst ins Leben gerufen, um Filmen einen Plattform zu bieten, die „zu lang für einen Kurzfilm und zu kurz für einen Langfilm“ sind, so die Moderatorin Daniela Arnu von Bayern 2. Das Publikum hatte bereits am Wochenende vor Festivalbeginn unter 11 Filmen seinen Favoriten gewählt und so ging der Preis an die junge Filmemacherin Manuela Federl mit „100 Stunden Lesbos“. Warum macht man einen Film, der in keine Kategorie passt, weil er 38 Minuten hat? „Wir wollten den Film nur so lange machen, wie er trägt“, erzählte die Filmemacherin.

Der Preis des Short Plus Awards ist 500 Euro, gestiftet von der Gemeinde Weßling sowie ein Wochenende im Bio-Hotel Schlossgut Oberambach.

Highlights der kommenden Tage

Der renommierte serbische Regisseur Goran Paskaljević, Ehrengast des diesjährigen Festivals, ist noch bis 5.8. zu Gast. Die Filme aus Südtirol von 4.8. bis 7.8., der Besuch des österreichischen Regisseur Götz Spielmann vom 5.8 bis 7.8. und die Preisverleihung der Festivalhauptpreise am 7.8. sind die kommenden Highlights des Fünf Seen Filmfestivals.

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Fünf Seen Filmfestival: Anziehungspunkt für Tausende und Markenzeichen weit über die Region hinaus. Seit 2006 findet Ende Juli / Anfang August das Fünf Seen Filmfestival in einer der schönsten Gegenden Deutschlands im Fünfseenland südlich von München statt. Schwerpunkt sind die Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus aller Welt, die Förderung des Filmnachwuchses und die Verankerung heutiger Filme in der Filmgeschichte (Retrospektive) und in der Gesellschaft (Horizonte). Innerhalb kürzester Zeit hat sich das FSFF zu einem der größten und renommiertesten Filmfestivals in Bayern entwickelt und findet auf 13 Leinwänden in den Spielstätten Starnberg, Herrsching, Schloss Seefeld, Weßling, Wörthsee, Dießen und Landsberg statt. Im Jahr 2015 kamen zu den über 330 Vorstellungen 19.000 Besucher. Das FSFF verdankt seine große Beliebtheit der ausgezeichneten Filmauswahl, der persönlichen Atmosphäre, der traumhaften Landschaft und der großflächigen Medienberichterstattung. Hauptmedienpartner sind Bayern 2 und Süddeutsche Zeitung. Die Bayerische Staatsregierung, der Bezirk Oberbayern, der Kreis Starnberg, die Stadt Starnberg und die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg sind die Hauptpartner des FSFF. Information: www.fsff.de