FSFF 2026 >> FÜNF SEEN FILMPREIS
Ein Mann rennt am Anfang des Hauses, aus seinem chicen Haus, durch die nahen Felder, er rennt ohne Unterlass, daheim, bei deiner Arbeit, immer ― ein Mann unter Strom sozusagen. An diesem Tag soll er seine Tochter mit dem Auto in den Kindergarten bringen. Das macht der Mann nebenbei. Schon wartet die Arbeit auf ihn. Er stellt das Auto auf den Parkplatz, kommt ins Büro, hat Termine, redet mit diesem und mit jenem, bis plötzlich die Polizei vor ihm steht. Ob das Auto dort unten auf dem Parkplatz seines wäre, wird er gefragt. Ein Kind ist darin gefangen. Der Mann, der Vater, rennt wieder, er hat seine Tochter im Auto vergessen ― in sengender Hitze. Die Realität, die wir als unbestreitbare Gewissheit wahrnehmen, ist in Wahrheit äußerst zerbrechlich.