Architektur ist der Ausdruck unseres Lebens und Architektur ist die Spiegelung der Gesellschaft. Architektur lädt wie der Film zum Anschauen ein und entfaltet gleichzeitig hinter der Fassade ein ungemein reiches Leben an Technik, Details, Querverweisen oder auch nur Assoziationen und Emotionen. Deswegen sind Filme über Architektur oder Architekten seit Jahren fester Bestandteil des Fünf Seen Filmfestivals in der Sektion
In der vorliegenden Festivalausgabe 2026 haben wir in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA die Reihe, die wir mit dem Motto CONFLICT & COMMUNITY 2025 begonnen haben, auszuweiten. FRAGILE SPACES ist der Titel für das Jahr 2026.
Unsere Gesellschaft diffundiert auseinander – und unsere Städte tun dies auch. Hier setzt die aktuelle Reihe der Architekturfilme an. Schwerpunkt ist dabei die Auseinandersetzung mit dem Raum in den Filmen von Christian Petzold. Weitere sind die Bauten von THE GRAT ARCH und einem neuen Kino in Paris, ein Leben mit der Gragilität und dessen verschiedene Facetten in POMPEJI. UNTER DEN WOLKEN, sowie ein Hotel in Addis Abeba (WAX & GOLD) und der Klassiker HEAT über eine Metropole in all ihrer Fragilität - Los Angeles.
Zusammengenommen erzählen diese Filme keine Geschichte des urbanen Verfalls, sondern eine der permanenten Aushandlung: Räume sind nicht deshalb fragil, weil sie zusammenbrechen, sondern weil sie permanent kriseln. Ihre Bedeutung steht nie endgültig fest, denn sie werden an jedem Tag rekodiert. Architektur, so das leise Argument unseres Programms, ist immer auch die Verhandlung darüber, wer einen Ort bewohnen, erzählen und beanspruchen darf. Diese Verhandlung ist nie ganz abgeschlossen – weder in Starnberg noch in South Central Los Angeles.