Vladlena Sandu wurde auf der Krim geboren. Mit sechs Jahren kam sie nach Grosny, um dort bei den Großeltern aufzuwachsen. Der Opa kam mit dem Ende der Sowjetunion nicht klar und jagte das Mädchen mit der Axt. Dann kamen die Tschetschenienkriege. In einem fesselnden Hybrid aus Dokumentarfilm und Erinnerungscollage bastelt Sandu das Schreckliche in Puppenstuben nach, lässt ihr gespieltes Ich mit Fotofiguren auftreten. In hypnotischem Ton erzählt sie ihr Erlebtes nach, eingeleitet von Dr. Albans Gassenhauer „It’s My Life“ – ein Paradschanow und KING KONG zitierender Essay über transgenerationale Traumata und das Leiden von Kindern im Krieg.