Drehbuchautorin Lee hat schon mal den Anfang gefunden: „Szene 1, ein Sommer an der See“ schreibt sie in ihr Notizbuch. Das Meeresrauschen lässt uns hinübergleiten in eine Liebesgeschichte, die sich in einem Ferienort anbahnen könnte. Die zwei wissen sogar, wie weit es bis zum Horizont ist. (Vier Kilometer.) Aber der schöne Argwohn bleibt, dass alles nur Fiktion ist; selbst die Küstenlandschaft ist einfallsreich. Miyake Sho hat seiner Mangaverfilmung einen doppelten Boden eingezogen, der auch in der zweiten, nun winterlichen Hälfte seinen Zauber behält. Gemeinsam mit einem Eremiten geht Lee dem Rätsel auf den Grund, wie Geschichten entstehen. (Gerhard Midding)