Bobby sitzt fast immer im Auto. Unterwegs auf der Autobahn zwischen Wien und Salzburg. Um Kosten zu sparen, nimmt er andere Menschen mit und unterhält sich auf der Fahrt mit ihnen. Er lernt einen Soldaten kennen, den die Frage beschäftigt, was es bedeutet, zu kämpfen, einen Supermarkt-Azubi auf dem Weg zu seiner Familie, einen Akademiker, der zur Geschichte der Autobahn forscht, und eine queere Frau, die kurz vor ihrer Hochzeit steht. Unterschiedliche Wege, unterschiedliche Dialekte, unterschiedliche Geschichten – die meisten von ihnen wahr. Bobby hört zu, spricht aber auch über sich selbst, seine Jugend, das Älterwerden und über seinen Freund, der in Salzburg im Krankenhaus im Koma liegt und der Grund für die regelmäßigen Fahrten ist. Stetig ziehen Berge und Wälder hinter den Autofenstern vorüber, zuweilen unterbrochen von Kreuzungen, Absperrungen und Brücken. Mit den Jahreszeiten wechselt das Licht. London ist weder Dokumentar- noch Spielfilm und zeichnet mit seinen Räumen des Dazwischen und den Menschen, die sich durch diese hindurchbewegen, ein unterschwellig politisches Porträt des heutigen Europa. Auch in diesen eigenwilligen Zeiten können Anonymität und Freundlichkeit noch Hand in Hand gehen. (Berlinale)