Prabha, ein unsteter, schwieriger junger Mann, ist unter mysteriösen Umständen gestorben. Seine Mutter Santhi, Onkel Sellam, die Cousins Dinesh und Mugil und weitere Mitglieder der Großfamilie kommen – emotional wie betäubt, aber den Anschein wahrend – ihren Verpflichtungen nach und richten eine 16 Tage dauernde Bestattung aus, endend mit einem Fest. Wer war Prabha? Was bedeutet sein Tod für die Gemeinschaft? Gowthams aufregendes Spielfilmdebüt – roh, kühn und strotzend vor Energie – verwebt ein Dutzend Figuren miteinander, die mit einem gewaltsamen Riss im sozialen Gewebe unterschiedlich umgehen. Nervöse Geschäftigkeit, hitzige Wortgefechte und verzögert einsetzendes Reflektieren zeichnen ein ausladendes, zuweilen absurdes Porträt menschlicher Natur. Mit anthropologischem Blick spürt der Regisseur der Komplexität schmerzlichen Verlusts nach und entdeckt Manifestationen von Trauer in Momenten und Objekten, in denen man es am wenigsten erwartet. Members of the Problematic Family akzeptiert Männer und Frauen, wie sie sind: ihre irren Gefühlsausbrüche, schäbigen Gewohnheiten, übergriffige Liebe, unpassenden Stolz und vereinzelte Grausamkeit – ein kompromisslos humanistisches Werk.