Adoleszenz, Coming of Age und im Besonderen queere Selbstfindung sind fluide Phasen im Leben eines jungen Menschen. Alles ist emotional im Fluss, und der Spiegel für die fast mystisch angehauchte Identitätsbildung in Muxarts Debüt ist die Donau, entlang der die Familie des 16-jährigen Dídac eine Sommerreise unternimmt; Radausflüge zu architektonisch interessanten Wegmarken inklusive. Dem katalanischen Regie-Auteur sind in seinem filigranen Familienporträt Stimmung, Atmosphäre, Impressionismus und Sensibilität alles, Handlung und konventionelle Spannungsbögen dagegen wenig.