Gerade im Kontext der deutschen Geschichte hat sich das negative Bild der Alleinerziehenden, seit der NS-Zeit tief in das kollektive Unbewusste eingeprägt. Diese unbewussten Prägungen beeinflussen noch heute unser gesellschaftliches Werteverständnis. Der Film macht deutlich, wie wichtig es ist, diese Denkweisen zu reflektieren, um einen positiven Wandel zu ermöglichen. DIE SOLISTEN möchte das oft verzerrte Bild von Alleinerziehenden korrigieren und ihre Stärke sichtbar machen, er setzt sich auf künstlerische Weise mit der typisch deutschen Tendenz zu Vorurteilen auseinander: In der immer wiederkehrenden Gesangssequenz werden stereotype Meinungen von einer Opernstimme, welche die "Stimme des Volkes" repräsentiert, symbolisch verkündet. Im Subtext vermittelt der Film viel über die deutsche Mentalität und zeigt, wie tief verwurzelt gesellschaftliche Muster und wie Machtvoll sie sind.