Nach 14 Jahren auf dem Festland kehrt Hein in seine Heimat zurück. Es ist das einzige Dorf auf einer abgelegenen Nordseeinsel. Zu seiner Überraschung erkennt ihn die eingeschworene Dorfgemeinschaft nicht wieder. Sogar sein Kindheitsfreund Friedemann distanziert sich von ihm, obwohl sie einst unzertrennlich waren. Um herauszufinden, ob Hein wirklich der ist, für den er sich ausgibt, rufen die BewohnerInnen ein Dorfgericht ins Leben. Doch im Verlauf des Prozesses unterscheiden sich Heins Erinnerungen an seine Jugend grundlegend von denen der geladenen ZeugInnen. Mit jedem Verhandlungstag verschlechtert sich die Stimmung im Dorf und aus Verdächtigungen wird offene Feindseligkeit. Alle sind überzeugt, dass Hein ein Betrüger ist. In seiner Angst, alles zu verlieren, begibt sich Hein auf die Suche nach Beweisen, die seine Erinnerungen bestätigen – bis er erkennt, was er lange nicht sehen wollte.