Das Gerichtsdrama konzentriert sich auf eine ungefähr einstündige Anhörung vor einer Familienrichterin in Echtzeit – ohne Rückblenden, ohne Musik, ohne narrative Abschweifungen. Die Konsequenz dieser formalen Strenge öffnet den Blick auf einen bereits seit zwei Jahren andauernden Rechtsstreit sowie eine tragische Familiengeschichte, die sich mit jeder weiteren Stellungnahme Schicht um Schicht entfaltet. Getragen wird das Kammerspiel von einem hervorragenden Ensemble, allen voran Myriem Akheddiou als um Fassung ringende Mutter, die um das alleinige Sorgerecht und gegen ein Besuchsrecht des Vaters kämpft.
Mehrfach ausgezeichnet beim Europäischen Filmfestival in Sevilla: mit dem Women in Focus Award, den Preisen für die beste Hauptdarstellerin und das beste Drehbuch sowie mit dem Hauptpreis des Festivals, der Giraldillo de Oro