„Wer bist du?“, fragt ein Sohn seinen Vater. Keine einfache Frage, erst recht nicht, wenn der Vater der größte Star des ägyptischen Kinos ist und in der Öffentlichkeit als „Pharao der Leinwand“ gefeiert wird: Dieser dandyhafte George Fahmy spielt im Verlauf des nur zunächst noch etwas zähen Polit-Dramas zwei Rollen – eine auf der Leinwand, und die andere, nachdem er von den Staatsschergen zu einer Propagandarolle gezwungen wurde, als unfreiwilliger Teil der politischen Ränkespiele an der Spitze des heutigen Ägyptens. Aber wer dafür das Drehbuch schreibt, das erfährt Fahmy erst, als er längst seine Selbstachtung und fast auch sein Leben verloren hat.
Ein intensives Polit-Drama, das sich keine falschen Illusionen darüber macht, wie leicht sich (fast) jeder in einer Autokratie verbiegen lässt.