Marie-Lou, Leiterin einer Pflegeeinrichtung für Senioren, setzt sich mit viel Engagement für eine innovative Pflegephilosophie ein. Im Mittelpunkt stehen dabei das Zuhören und die Würde der Bewohner:innen – doch nicht alle Mitarbeiter:innen unterstützen sie dabei. Ein entscheidender Moment in ihrem Leben ist die Begegnung mit Mari, einer japanischen Theaterregisseurin, die gegen Krebs kämpft. Diese Begegnung verändert Marie-Lous Weg nachhaltig.
Aus der tiefen, unterstützenden Freundschaft der beiden Frauen entsteht eine besondere Verbindung: Gemeinsam stemmen sie sich gegen die Herausforderungen des Lebens und beweisen, dass „das Unmögliche möglich gemacht werden kann.“
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Marie-Lou Fontaine, die Leiterin eines Pariser Pflegeheims, führt trotz des Widerstands ihres Teams die „Humanitude“-Methode ein, mit der sie die Würde jeder Bewohner:in bewahren möchte. Ihre Begegnung mit der japanischen Theaterregisseurin Mari Morisaki, verändert ihr Leben. Marie-Lou findet neuen Mut in dem Stück, das Mari, die gegen eine Krebserkrankung kämpft, gerade inszeniert. Die Beziehung der beiden Frauen entwickelt sich zu einer tiefen spirituellen Verbindung. Gemeinsam machen sie die Einrichtung zu einem Symbol des Widerstands und der Menschlichkeit gegen die Grenzen des Systems.
Der Film ist lose an eine Sammlung von Briefen angelehnt, die tatsächlich ausgetauscht wurden und in dem Buch „When Life Suddenly Takes a Turn: Twenty Letters Between a Philosopher with Terminal Cancer and a Medical Anthropologist“ von Makiko Miyano und Maho Isono veröffentlicht wurden.
Ryûsuke Hamaguchi gelang 2022 der große Durchbruch auf der internationalen Bühne, nachdem er für „Drive My Car“ vier Oscar-Nominierungen erhalten hatte, darunter für die beste Regie und das beste adaptierte Drehbuch sowie Japans erste Nominierung überhaupt in der Kategorie „Bester Film“. Der Film gewann schließlich den Oscar für den besten internationalen Spielfilm. Sein folgender Film „Evil Does Not Exist“ gewann in Venedig den Silbernen Löwen sowie den Fipresci-Preis. (Polyfilm)
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Eine Freundschaft zwischen Krankheit und Kapitalismus, mit zwei in Cannes ausgezeichneten Hauptdarstellerinnen.
Die Idee von Marie-Lou ist so einleuchtend wie kontrovers: Die Leiterin eines Altenheims will die Würde der Patient:innen in den Mittelpunkt stellen. Das klingt gut, kostet aber Zeit und Geld – beides Luxusgüter in ihrer Branche. Eine Seelenverwandte findet sie dafür in der totkranken Regisseurin Mari, mit der sie lange, tiefe Gespräche führt. (Filmfest München)
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Ausgehend von den Konflikten in einem Pariser Altenheim erzählt Ryusuke Hamaguchi in seinem französischsprachigen Debüt von den großen Herausforderungen unserer Zeit. Und plötzlich kommt die Liebe dazwischen. (kino-zeit.de)
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Zitate:
»Der großartige ALL OF A SUDDEN ist ein Film der seltensten Art: nicht nur gut genug, um uns daran zu erinnern, was Kino sein kann, sondern großartig genug, um uns daran zu erinnern, was das Leben sein kann.« (Variety)
»Ein Schatz, ein ergreifender Film, ein lebensbejahendes Wunder, dessen Kraft die Hoffnung auf die Menschheit neu entfachen kann. Er ist eine Einladung an all jene, die der Verzweiflung verfallen sind, vielleicht noch ein wenig länger im Leben zu verweilen.« (The Playlist)
»Es kommt eher selten vor, dass Festivalfilme glücklich machen. Doch nach ALL OF A SUDDEN schwebte halb Cannes einige Zentimeter über dem Boden.«
(Filmdienst)