Es kommt der Tag

Eindringliches Kammerspiel um die privaten Folgen der RAF-Vergangenheit. Freiheit und Schuld, Mutterliebe und politische Ideale stehen zur Disposition.

Muller et Fils – einen unauffälligeren Namen könnte ein Winzerfamilienbetrieb im Elsass nicht tragen. Seit vier Generationen wird hier Wein produziert, der hauptsächlich in der eigenen Region Absatz findet, von Mutter Judith eigens transportiert. Judith ist aber nicht nur in Sachen Wein unterwegs. Gerade engagiert sie sich in einer Bürgerinitiative. „Mal wieder die Welt retten“ nennt es Sohn Lucas. Was er nicht weiß: Schon vor seiner Zeit hat Mutter die Welt retten wollen – mit der Waffe in der Hand. Judith lebt unter falschem Namen mit ihrem Mann und zwei Kindern im Elsass. Judith, die damals Jutta hieß, hatte ihre Tochter weggegeben, um als Terroristin in den Untergrund zu gehen. Ihre neue Familie weiß nichts von diesem damaligen Leben. Eines Tages ist ihre Tochter Alice zu ihr unterwegs - als Racheengel. Alice will wissen, warum Judith sie damals im Stich gelassen hat. Sie verlangt von ihrer Mutter, dass sie sich stellt. Niemand kennt Judiths Geheimnis, niemand außer Alice.
Iris Berben verblüfft mit Momenten der Härte, die die Ex-Terroristin schlagartig glaubhaft erscheinen lassen. Was eine Schuld wie die von Judith mit den Schuldigen macht, zeigt sich in ihrem Gesicht. Mit ihrem Mut und ihrer Schonungslosigkeit macht sie den Film zu ihrem Film.

Es kommt der Tag

DE 2008, 104 Min., FSK ab 12 Jahren, OV
Regie:
Susanne Schneider
Drehbuch:
Susanne Schneider
Besetzung:
Katharina Schüttler, Iris Berben, Jacques Frantz, Sebastian Urzendowsky, Sophie-Charlo Kaissling-Dopff, Andrée Damant, Jean-Claude Arnaud
Kamera:
Jens Harant
Filmographie:

2008 Es kommt der Tag
2003 In einer Nacht wie dieser

Susanne Schneider, geboren in Stuttgart, studiert Kunst an der Stuttgarter Kunstakademie und der Düsseldorfer Akademie der Künste. Im Anschluss erhält sie eine Stelle als Regieassistentin am Düsseldorfer Schauspielhaus sowie am Schauspiel Frankfurt und ist schließlich als freie Theaterregisseurin an Bühnen in ganz Deutschland und der Schweiz tätig. Nach einem Workshop an der Drehbuchwerkstatt München und Arbeitsaufenthalten am Drama Department der New York University und dem Teatro Gloria in Rio de Janeiro ist Schneider als Theater- und Drehbuchautorin tätig. Bereits für ihr erstes verfilmtes Drehbuch zu dem Migrations- und Jugenddrama "Fremde, liebe Fremde" wird sie 1992 mit dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Seit 1995 gehört Schneider zum Stab der Drehbuchautoren der ARD-Krimi-Reihe "Tatort"; hier vor allem für die Produktionen des SWR. Im Kinobereich zeichnet Schneider für die Drehbücher von Filmen wie Nico Hoffmanns Thriller "Solo für Klarinette" (1998) mit Götz George und Corinna Harfouch und Nina Grosses preisgekröntem Hölderlin-Drama "Feuerreiter" (1998) mit Martin Feifel und Ulrich Mühe verantwortlich. Ihr Debüt als Filmregisseurin gibt Susanne Schneider im Jahr 2002 mit dem hoch gelobten TV-Drama "In einer Nacht wie dieser". Mit dem Familiendrama "Es kommt der Tag" legt Susanne Schneider 2009 ihren ersten Film als Kinoregisseurin vor.
Es kommt der Tag

DE 2008, 104 Min., FSK ab 12 Jahren, OV
Regie:
Susanne Schneider
Drehbuch:
Susanne Schneider
Besetzung:
Katharina Schüttler, Iris Berben, Jacques Frantz, Sebastian Urzendowsky, Sophie-Charlo Kaissling-Dopff, Andrée Damant, Jean-Claude Arnaud
Kamera:
Jens Harant
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