Die Reise nach Tokyo

Einer der besten Filme aller Zeiten und die berühmteste Arbeit des japanischen Autorenfilmers Yasujirō Ozu über den Zerfall einer Familie, die Begegnung von Tradition und Moderne und über den alltäglichen Mut zum Neubeginn.
Das ältere Ehepaar Shūkichi und Tomi Hirayama lebt mit seiner jüngsten Tochter, der Grundschullehrerin Kyōko, in der Hafenstadt Onomichi. Alle anderen Kinder sind nach Tokio gezogen. Eines Tages beschließt das Ehepaar, alle Kinder in der Hauptstadt zu besuchen, und begibt sich auf die lange Zugreise. Dort wird das alte Ehepaar von einem Haushalt der Kinder zum anderen geschoben und die Eltern werden als Last gesehen.

Tōkyō monogatari

JP 1953, 136 Min., FSK ab 12 Jahren, OmU
Regie:
Yasujirō Ozu
Drehbuch:
Kōgo Noda, Yasujirō Ozu
Besetzung:
Chishū Ryū, Chieko Higashiyama, Setsuko Hara, Haruko Sugimura, Sō Yamamura
Kamera:
Yūharu Atsuta
Filmographie:
1962 Ein Herbstnachmittag
1959 Guten Morgen
1959 Abschied in der Dämmerung
1958 Sommerblüten
1953 Die Reise nach Tokyo
1949 Später Frühling

Yasujirō Ozu (1903–1963) zählt zu den bedeutendsten Regisseuren der Filmgeschichte. Der in Tokio geborene Filmemacher begann 1923 bei den Shochiku-Studios und entwickelte einen unverwechselbaren Stil mit ruhigen Bildkompositionen, einer niedrigen Kameraposition und einfühlsamen Geschichten über Familie, Generationenkonflikte und den gesellschaftlichen Wandel in Japan. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören SPÄTER FRÜHLING (1949), DIE REISE NACH TOKYO (1953), GUTEN MORGEN (1959) und EIN HERBSTNACHMITTAG (1962). Besonders Tokyo Story gilt als Meisterwerk des Weltkinos und wird regelmäßig zu den besten Filmen aller Zeiten gezählt.
Ozu drehte mehr als 50 Filme und prägte mit seiner reduzierten, zutiefst menschlichen Erzählweise Generationen von Filmemacherinnen und Filmemachern weltweit. Kaum ein anderer Regisseur wurde und wird so leidenschaftlich verehrt, in Texten und Filmen beschworen wie Yasujirō Ozu. Sein Universum umfasste dabei oft nicht mehr als eine einzige Familie und ist doch, so japanisch es auch sein mag, allgemeingültig. Im Umgang von Mann und Frau, Kindern und Eltern, Nachbarn und Kollegen miteinander forschte der Regisseur nach Wandlungen, Brüchen und Krisen der ganzen Gesellschaft. In Ozus Filmen erkenne man, so Wim Wenders, die Familien aller Länder der Welt wieder, seine eigenen Eltern und Geschwister und nicht zuletzt sich selbst.
Tōkyō monogatari

JP 1953, 136 Min., FSK ab 12 Jahren, OmU
Regie:
Yasujirō Ozu
Drehbuch:
Kōgo Noda, Yasujirō Ozu
Besetzung:
Chishū Ryū, Chieko Higashiyama, Setsuko Hara, Haruko Sugimura, Sō Yamamura
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