Der in Cannes mehrfach ausgezeichnete Film entführt in die unbekannte Welt der Fahrradkuriere, die allgegenwärtig sind, aber in einer verborgenen Ökonomie arbeiten. Der Berufsalltag von Souleymane, einem Flüchtling aus Guinea ohne Aufenthaltspapiere, ist ein atemloses Rennen gegen die Zeit. Tagsüber muss er Speisen pünktlich ausliefern und spätabends den letzten Bus erreichen, der ihn zu einem Schlafplatz im Obdachlosenheim bringt. Seine fragile Existenz könnte an der kleinsten Trivialität zerbrechen. Vor allem sitzt ihm die Befragung im Nacken, bei der in zwei Tagen über seinen Asylantrag entschieden wird. Für sie muss er eine erfundene Biografie auswendig lernen; auch dafür existiert ein klandestines Geschäftsmodell.