1. Wunderbare Kulisse am Wörthsee

  2. Open Air Kino im Seebad Starnberg

  3. Traumhafte Open-Air-Spielstätten wie hier direkt am Wörthsee-Ufer

  4. Abendstimmung am Starnberger See bei der Verleihung des DACHS-Drehbuchpreises im Ruderclub Starnberg

  5. Kinoleinwand direkt am Starnberger See und Wörthsee

HORIZONTE-FILMPREIS

DAS SYSTEM MILCH

Eine Reise ins Innere unserer Welt traten die acht Filme der Horizonte-Sektion an, einer von ihnen als Uraufführung, vier als Deutschlandpremiere, einer als süddeutsche Premiere. Der Horizonte-Filmpreis 2017 geht an DAS SYSTEM MILCH von Andreas Pichler. Der Dokumentarfilm räumt auf mit dem romantisch verklärten Bild der idyllischen Milchviehwirtschaft und beleuchtet, was das Milliardengeschäft und der starke Milchkonsum bei Menschen und Umwelt anrichtet.

Die Begründung der Jurymitglieder Malerin Juschi Bannaski, Hans-Georg Krause, Stefan Maier, Christoph Nicolaus und Willi Rodrian lautet:

Festivalchef Matthias Helwig hat es der Horizonte Jury wirklich nicht leicht gemacht. Wir haben leidenschaftlich diskutiert. Über insgesamt acht großartige Filme , die alle dem Anspruch gerecht werden, ein relevantes Thema fundiert und filmisch wertvoll umzusetzen. Vor allem die Frage des Horizonts hat uns ausgiebig beschäftigt. Wo sehen wir ihn, wie geht's hinter ihm weiter, können wir ihn vielleicht beeinflussen? Deshalb hat sich die Horizonte-Jury für einen Film entschieden, der ein relevantes, uns alle betreffendes, berührendes Thema mit interessanten Protagonisten, mit umfassender Recherche und mit immer neuen spannenden Momenten zu einem preiswürdigen Film vereint.

Unter Abwägung all dieser Kriterien haben wir für den Film DAS SYSTEM MILCH gestimmt und gratulieren dem Südtiroler Regisseur Andreas Pichler von Herzen. Er entlarvt die weltweit brutalen Produktionsmethoden einer industrialisierten Landwirtschaft. Er zeigt auf, wie rücksichtslose Konzerne Tiere und Lebensmittel zu Spekulationsobjekten degradieren und profitgierige Produzenten jede Wertschätzung für das Leben vermissen lassen. Er hat es geschafft, das Thema Milch, das uns täglich beim Einkauf, im Kühlschrank und am Frühstückstisch begegnet, so zu bearbeiten, dass man sofort eine Kuh streicheln möchte. Zugleich porträtiert Pichler einen Bauern aus seiner Heimat Südtirol, der Hoffnung macht. Und er zeigt dem Kinopublikum, wie es das System Milch durch bewusstes Einkaufen ein kleines bisschen besser machen kann."


Stefan Maier (Programmbereichsleiter Bayern 2/Bayerischer Rundfunk)