1. Wunderbare Kulisse am Wörthsee

  2. Open Air Kino im Seebad Starnberg

  3. Traumhafte Open-Air-Spielstätten wie hier direkt am Wörthsee-Ufer

  4. Abendstimmung am Starnberger See bei der Verleihung des DACHS-Drehbuchpreises im Ruderclub Starnberg

  5. Kinoleinwand direkt am Starnberger See und Wörthsee

2.8.2017

Sieger Kurzfilme & ShortPlus

Gewinner Kurzfilmpreis, Short-Plus-Award und Video-Art

„Watu Wote“ überzeugt das Publikum beim Kurzfilmpreis „Goldenes Glühwürmchen“, „Freibadsymphonie“ gewinnt den Short-Plus-Award, „Cambeck“ gewinnt den Video-Art-Preis. Die Highlights der nächsten Tage sind die Living Gallery, 35 Filmschaffende und die Abschlussfeier mit Party

Erst Hitze, dann Blitze: Auf der diesjährigen Filmparty des 11. Fünf Seen Filmfestivals (27.7. bis 5.8.2017) um den abendlichen Starnberger See auf dem Ausflugskatamaran MS Starnberg am 1. August 2017 ging es wettertechnisch rund. Der Stimmung auf dem ausverkauften Schiff tat dies indes keinen Abbruch. Im großen Innenraum sahen Publikum, Jurymitglieder und Filmschaffende vier Kurzfilme, die vorher bei den Kurzfilmnächten des Festivals als jeweilige Zwischensieger gekürt wurden. Im Anschluss wurde von den Zuschauern vor Ort der Sieger gekürt: Das „Goldene Glühwürmchen“ geht an den Film „Watu Wote“ von Katja Benrath.
Gewinner des Short-Plus-Awards, ebenfalls ein Publikumspreis, ist „Freibadsinfonie“ von Sinje Köhler. Auch der Video-Art-Preis ist ein Publikumspreis, den „Cambeck“ von Binelde Hyrcan gewinnt.
Neben den Kurzfilmen war auch „Sjecam se – Amarcord“ von Wolf Gaudlitz über den Künstler Milan Mihajlovic auf der Leinwand zu sehen, der Künstler war anwesend. Moderatorin Jutta Prediger (Bayern 2) führte beschwingt durch den Abend.

Kurzfilmpreis „Goldenes Glühwürmchen“


Auf den heißesten Tag des Jahres mit saharischen 37 Grad Celsius folgte am Abend ein heftiges Gewitter, das bei Abfahrt der MS Starnberg vom Starnberger Dampfersteg seinen Anfang nahm. Kurze Zeit später sammelten sich die Gäste im trockenen Innenraum und freuten sich über den Blick nach draußen auf ein beeindruckendes Blitzspektakel. Bei beachtlichem Wellengang waren auf der Leinwand indes vier Kurzfilme zu sehen, die unterschiedlicher kaum hätten sein können. Barbara Winkler, Vorstandsvorsitzende des Vereins „Weitwinkel – Forum für Film und Kultur im Fünfseenland e.V.“, die seit vielen Jahren das Kurzfilmprogramm kuratiert, stellte die vier Finalisten ausgewählt aus 400 Einreichungen vor. DIE HERBERGE von Ysabel Fantou erzählt nach einer wahren Begebenheit Willkommenskultur aus einer anderen Perspektive. WATU WOTE ("Alle Menschen") von Katja Benrath zeigt eine Szene beispielloser Menschlichkeit in dem von Terror gebeutelten Kenia. Sophie Linnenbaum stellt in ihrem Kurzfilm PIX in witzigen und bewusst stereotyp inszenierten Tableaux Vivants das Fotoalbum eines Menschenlebens zusammen. Mit Hannes Ringlstetter prominent besetzt erzählt die bayerische Kurzfilmkomödie DER KRAMPUS von Christof Pilsl von drei Familien, die ihrem Nachwuchs mit großer Lust Angst vorm Krampus einjagen.

WATU WOTE von Katja Benrath erhielt die Gunst des Publikums auf der MS Starnberg und wurde zum Sieger des Kurzfilmpreises „Goldenes Glühwürmchen“ erkoren. Mit Eva Winkler hatte die Regisseurin eine Freundin als Vertretung geschickt, die den Preis entgegennahm: Die Statuette „Goldenes Glühwürmchen“, 500 Euro (gestiftet von „weitwinkel – Forum für Film und Kultur im Fünfseenland e.V.“ und Witha Veronelli) sowie ein Wochenende im Seehotel Leoni am Starnberger See.

Wie bereits im letzten Jahr hatte die lokale Künstlerin Erika Schalper das Goldene Glühwürmchen aus einem Stein aus dem Starnberger See gestaltet. Für das Gewinnspiel der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg (KSK) wurde auch noch ein Gewinner gezogen - der gewann eine Jahreskarte fürs Kino Breitwand. Wernher Weigert von der KSK lobte "den Drive“, den das Festival jedes Jahr in die Region brächte, "ein Höhepunkt des Jahres!" Und dann war schon das Ufer das Sicht. "Der dramatischste Abend, den wir je erlebt haben", resümierte Matthias Helwig schmunzelnd. Dafür aber auch umso spannender. 

Short-Plus-Award und Video-Art-Preis

Der Short-Plus-Award wurde einst ins Leben gerufen, um Filmen eine Plattform zu bieten, die zu lang für einen Kurzfilm und zu kurz für einen Langfilm sind. Das Publikum hatte während der ersten Festivaltage unter zwölf Filmen seinen Favoriten gewählt: Dieses Jahr ging der Preis, prämiert mit 500 Euro, an Sinje Köhler für ihren in schwarz-weiß gehaltenen Episodenfilm FREIBADSINFONIE. Die Regisseurin nahm den Preis persönlich vom Zweiten Bürgermeister der Gemeinde Weßling Michael Sturm entgegen.
Der Preis des Short Plus Awards ist 500 Euro, gestiftet von der Gemeinde Weßling sowie ein Wochenende im Bio-Hotel Schlossgut Oberambach.

Der Video-Art-Preis 2017 in Höhe von 500 Euro, gestiftet von der Christoph und Stephan Kaske Stiftung, ging an den angolanischen Künstler Binelde Hyrcan für seine Arbeit CAMBECK – das Tableau vierer Jungs am Strand, die in einem Auto aus Sand verschiedene Machtrollen erproben.

Gewinner des Short-Plus-Awards: Sinje Köhler mit FREIBADSINFONIE