1. Dampferfahrt und Kurzfilmpreis-Verleihung auf der MS Starnberg, FSFF 2018 (© Jörg Reuther)

  2. PREISTRÄGER der Filmpreise 2018: Ascan Breuer, Eike Goreczka, Arpad Bogdan, Matjaz Ivanisin, Gregor Bozic, Xavier Chotard (© Jörg Reuther)

  3. Abschlussfeier und Verleihung der Filmpreise in der Schlossberghalle Starnberg, FSFF 2018 (© Jörg Reuther)

  4. Verleihung des DACHS-DREHBUCHPREISES, FSFF 2018 (© Pavel Broz)

  5. Kino Breitwand Starnberg, FSFF 2018 (© Pavel Broz)

  6. Dampferfahrt und Kurzfilmpreis-Verleihung auf der MS Starnberg, FSFF 2018 (© Pavel Broz)

  7. Eröffnungsfilm STYX mit Marieke Oeffinger, Drehbuchautorin Ika Künzel und Matthias Helwig, FSFF 2018 (© Pavel Broz)

DOKUMENTARFILMPREIS

UNTITLED

In einer komplexeren Welt sind Filme mit starken Inhalten und gesellschaftlich relevanten Themen immer wichtiger. Ein Besuch beim 11. Fünf Seen Filmfestival bot Orientierung: Sieben herausragende Filmbeiträge liefen im diesjährigen Wettbewerb um den Dokumentarfilmpreis, drei von ihnen als Deutschlandpremiere, einer als süddeutsche Premiere.

Der Dokumentarfilmpreis des Fünf Seen Filmfestivals 2017 geht an UNTITLED von Michael Glawogger (†) und Monika Willi. Der Preis ist dotiert mit 3.000 Euro und wird gestiftet von der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg.

Die Begründung der Jurymitglieder Manuela Bastian, Gudrun Gruber, Andreas Simon, Heiner Stadler, Julian Wildgruber und Ann-Christine Woehrl lautet:

Dieser Film soll ein Bild der Welt entstehen lassen, wie es nur gemacht werden kann, wenn man keinem Thema nachgeht, keine Wertung sucht und kein Ziel verfolgt. “ (Glawogger)

Durch den außerordentlichen Mut, die Gefahr des Scheiterns auf sich zu nehmen - eine Herausforderung, die jeder Dokumentarfilm eingehen muss - gelingt es UNTITLED in kraftvollen, teils schon hypnotischen Bildern, den Zuschauer mit auf eine Grenzreise zu nehmen. Und „wenn man sich von nichts treiben lässt außer der eigenen Neugier und Intuition“, wie in UNTITLED, dann wird das Risiko selbst zum Thema des Films.

Ein Jahr Drehzeit war geplant, nach vier Monaten endeten die Dreharbeiten mit dem Tod Michael Glawoggers. Zwei Jahre später präsentiert Monika Willi diesen Film mit seinen kraftvollen, eigenwilligen Bildern, mit einem ungewöhnlichen Sounddesign und mit Auszügen aus dem Reisetagebuch. Doch dem Film gelingt es weit über die Trauer hinaus zu gehen. Er geht keinem spezifischen Thema nach, lässt sich von seiner Neugier lenken und führt uns in das Innenleben fremder Welten.