1. Dampferfahrt und Kurzfilmpreis-Verleihung auf der MS Starnberg, FSFF 2018 (© Jörg Reuther)

  2. PREISTRÄGER der Filmpreise 2018: Ascan Breuer, Eike Goreczka, Arpad Bogdan, Matjaz Ivanisin, Gregor Bozic, Xavier Chotard (© Jörg Reuther)

  3. Abschlussfeier und Verleihung der Filmpreise in der Schlossberghalle Starnberg, FSFF 2018 (© Jörg Reuther)

  4. Verleihung des DACHS-DREHBUCHPREISES, FSFF 2018 (© Pavel Broz)

  5. Kino Breitwand Starnberg, FSFF 2018 (© Pavel Broz)

  6. Dampferfahrt und Kurzfilmpreis-Verleihung auf der MS Starnberg, FSFF 2018 (© Pavel Broz)

  7. Eröffnungsfilm STYX mit Marieke Oeffinger, Drehbuchautorin Ika Künzel und Matthias Helwig, FSFF 2018 (© Pavel Broz)

PERSPEKTIVE JUNGES KINO

DAS UNMÖGLICHE BILD

Sieben Beiträge aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz konkurrierten um den Nachwuchspreis PERSPEKTIVE JUNGES KINO. Dieses Jahr geht er an Sandra Wollner für DAS UNMÖGLICHE BILD. Der Preis ist dotiert mit 3.000 Euro, gestiftet von der Stadt Starnberg.

Die Jurymitglieder Bernhard Blöchl, Dagmar Hirtz, Thomas Lassonczyk, Anca Miruna Lăzărescu und Christoph Schropp begründen ihre Wahl wie folgt:

Was muss ein Film haben, um im Wettbewerb "Perspektive Junges Kino" zu gewinnen? Vorrangig sollte er, da waren wir uns in der Jury einig, ein Wagnis eingehen. Er sollte überraschen, eine Vision haben und neue filmische Wege gehen. DAS UNMÖGLICHE BILD von Sandra Wollner ist so ein filmisches Wagnis, eines, das seinem Home-Video-Stil konsequent vertraut. Das Ergebnis ist ein Kinofilm gewordenes 8mm-Experiment.

Aber nicht nur das Formale und die ungewöhnliche Erzählstruktur begeistern. Die Regisseurin gibt in ihrem Spielfilm-Debüt authentische Einblicke in eine Wiener Familie in den Fünfzigerjahren. Ausstattung, Kostüme und Kamera sind hervorragend. Die Schauspieler überzeugen in ihrer kernigen, in ihrer Zeit gefangenen Art. Positiv aufgefallen ist auch der mitunter trockene Humor der 13-jährigen Protagonistin, die uns mit ihrem subjektiven Blick durch die Kamera durch die Geschichte führt. Und uns langsam, aber sicher ein düsteres Familiengeheimnis sowie - in mehrfacher Hinsicht - die Endlichkeit vor Augen führt. "Mit der Erinnerung ist es komisch", sagt Johanna an einer Stelle. "Meistens weiß ich gar nicht, welche Bilder von mir kommen und welche von den anderen und welche überhaupt erfunden sind." Das Spiel mit den Bildern – DAS UNMÖGLICHE BILD macht es möglich. Von der Regisseurin wünschen wir uns weitere Wagnisse. Herzlichen Glückwunsch!